Biografie

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Ist Professor für Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Mainz. Er studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte an der Universität Mainz mit den Abschlüssen Diplom in Pädagogik und Promotion in Soziologie. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent am Pädagogischen Institut in Mainz sowie zeitweise Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1991 habilitierte er in Erziehungswissenschaft an der Universität Mainz. Aufenanger arbeitete an verschiedenen Universitäten in Deutschland (Mainz, Freiburg und Osnabrück) sowie in der Schweiz (Fribourg), bevor er 1993 einen Ruf auf eine Professur Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Hamburg erhielt. Dort war er von 1995 bis 1999 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Allgemeine Erziehungswissenschaft am Fachbereich Erziehungswissenschaft sowie von 1996 bis 1999 Geschäftsführender Leiter des Medienzentrums dieses Fachbereichs. Seit 2005 hat er eine Professur für Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Mainz. Von Juni 2009 bis April 2014 war er Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften, Medien und Sport und ist zur Zeit Mitglied des Hochschulrats der Universität Mainz. Von März 2010 bis April 2014 war er auch Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), 2012 auch deren Schatzmeister. Zuvor war er vier Jahre lang auch Akademischer Direktor der Stiftung Lesen (Mainz) sowie Mitglied der Media Literacy Expert Group im Directorate „Information, Society, and Media“ der EU-Kommission (Brüssel).  Aktuell ist er u.a. Mitglied des Beirats der Stiftung digitale Spielekultur (Berlin), Mitherausgeber der Zeitschrift ‚Computer + Unterricht’ (Friedrich Verlag/Velber) sowie Mitglied der Kommission für Forschungsethik der DGfE.

Arbeitsschwerpunkte
Im Bereich der Medienpädagogik interessiert mich besonders die Frage nach der Konstitution der Medienpädagogik als eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft. Dazu ist es notwendig, den Beitrag der Medien zum pädagogischen Handeln genauer zu bestimmen. Weiterhin arbeite ich zum Thema ‚Familie und Medien‘, wobei es hierbei einerseits um Fragen der Rezeption, andererseits aber auch um Fragen der Medienerziehung in Familien geht. Theoretisch orientieren sich meine Arbeiten dabei an der strukturanalytischen Rezeptionsforschung von Michael Charlton und Klaus Neumann-Braun, methodisch u.a. an der objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann. Weiter Themen sind: Kinder und Werbung, geschlechtsspezifische Medienrezeption, Medienethik, Kinderfernsehen sowie Mediensozialisation.

Einen besonderer Schwerpunkt bildet das Thema ‚Lehren und Lernen mit digitalen Medien‘. Aktuell beschäftige ich mich dazu mit dem Einsatz von Tablets in Familie, Kindergarten, Schule und Hochschule.

Ein ausführlicher CV ist hier zu finden: Stefan Aufenanger CV 2016

Herausgeberschaften

Beiräte

ausgeschieden:

  • Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) Berlin (3/2010 bis 4/2014)
  • Mitglied und stell. Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Informationsmanagement in Bremen (ifib) in Bremen (2006-2016)
  • Mitglied der Jury für den Deutschen Computerspielpreis beim Staatsminister für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt (Berlin) (03/2010 bis 4/2014)

Betreute Promotionen und Habilitationen (alle abgeschlossen)

Promotionen

Universität Mainz

2016    Robert Krajnik „Vom Theater zum Cyberspace. Zur Bildung körperlicher Selbstinszenierung unter dem Einfluss digitaler Gesellschaftstransformation.“

2016    Florian Preßmar „Bildungsangebote zur Steigerung der Computer- und Internetkompetenz von Seniorinnen und Senioren. Planung | Realisation | Evaluation“

2015    Sabine Karlstätter „Metakognitive Kontrollprozesse beim Lesen digitaler Texte. Eine empirische Studie unter Verwendung des Eyetracking-Verfahrens als Beitrag zur Leseforschung“

2013    Jasmin Bastian „Väter und das Vorlesen. Eine Analyse der Deutungsmuster von Vätern in Bezug auf Vorlesesituationen mit ihrem Kind“

2013    Kathrin Mertes „Rezeption von und lernen durch Wissens Sendungen Für Kinder –  Eine Studie am Beispiel der Fernsehsendungen Löwenzahn, Willi will’s wissen und Wissen macht ah!“

2013    Bettina Muratovic „Vorlesen digital. Eine qualitative Untersuchung zur elterlichen Interaktionsstrukturierung beim Vorlesen mit gedruckten und digitalen Bilderbüchern“

2013    Lena Groß „Studentischer Umgang mit Studienstrukturen. Bildungsideale und Zeitstrukturen im Bachelorstudium“

2013    André Czauderna „Lernen als soziale Praxis im Internet. Objektiv-hermeneutische Rekonstruktionen aus einem Diskussionsforum zum Videospiel Pokémon“

2013    Angela Beranek „Sicher in Communities. Analyse der Einflüsse einer Aufklärungseinheit über Onlinerisiken unter besonderer Berücksichtigung des peer to peer Ansatzes“

2010   Sascha Noll „Experten in Wissenssendungen für Kinder. Medienpädagogische Studien zu Wissensvermittlung durch Akteure im Fernsehen“

2010 Hanne Walberg „Film-Bildung im Zeichen des Fremden. Überlegungen zur medienpädagogischen Theoriebildung“

2007   Friederike Siller „Medienpädagogische Handlungskompetenzen. Problemorientierung und Kompetenzerwerb beim Lernen mit Neuen Medien“

2007   Mascha Kohlhase „Empirische Studie zum Leseverständnis und Lernen mit hypermedialen Texten bei Grundschulkindern“

2006    Sabine Rech „Wie eine andere Welt – Eine Grounded Theory-Studie zur Frage der Teilhabe von Eltern an schulischer Kommunikation“

Universität Hamburg

2006   Kerstin Mayrberger „Verändertes Lernen mit neuen Medien? – Strukturanalyse gemeinschaftlicher Interaktionen in einer computerunterstützten Lernumgebung in der Grundschule.“

2006    Claudia Lampert „Gesundheitsförderung durch Unterhaltung? Zur Wahrnehmung und Bewertung gesundheitsbezogener Botschaften in fiktionalen Fernsehangeboten durch Jugendliche“

2005    Daniel Staemmler, Universität Hamburg; Titel der Dissertation: „Individuelle Differenzen beim Lernen mit interaktiven Hypermediasystemen – Die Bedeutung kognitiver Lernstile“

2004    Björn Reetz: Content Managment Systeme als Infrastruktur des schulischen Lernens. Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Schaffung und Nutzung einer computergestützten „Infrastruktur des Lernens“ auf der Grundlage von Content Management Systemen zur Förderung von Medienkompetenz, dem Erwerb von Lernstrategien und als Beitrag zur Schulentwicklung

2003    Samuel Simon Boum: „Die Lernwirksamkeit des Schulfernsehens und seine mögliche Rolle im Bildungssystem von Kamerun“

2003    Richard Stang: „Neue Medien und Organisation in Weiterbildungseinrichtungen. Eine empirische Studie am Beispiel von Volkshochschulen“

2002    Vera Haldenwang: „Fernsehnachrichtenverständnis und -bewertung von Jugendlichen. Evaluation einer medienpädagogischen Intervention in sechs Schulklassen der Mittel- und Oberstufe“

1999    Norbert Neuß: „Symbolische Verarbeitung von Fernseherlebnissen in Kinderzeichnungen und bildbezogenen Kommunikationen. Eine empirische Studie mit Vorschulkindern“

1999    Thomas Borau: „Arbeitssicherheit und Umweltschutz als inhaltliche Aspekte in didaktischen Materialien. Eine Inhaltsanalyse von Lehrplänen und Schulbüchern der Grundstufe im Berufsfeld Metalltechnik“

Habilitationen

2011    Olaf Zawacki-Richter; Habilitationsschrift: „Weiterbildung im Zeitalter des Lifelong-Learning – unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzentwicklung mit neuen Medien“